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Firewall-Vorfälle

Jedes Mal, wenn die Firewall eine Anfrage blockiert, wird eine eindeutige Vorfall-ID generiert. Von hier aus können Sie alle aufgezeichneten Vorfälle suchen, analysieren und verwalten.

Was sind Vorfälle?

Jedes Mal, wenn die SeenSecure-Firewall eine eingehende Anfrage blockiert — sei es aufgrund von SQL-Injection, XSS, LFI, Geoblocking, Blacklist, Rate Limiting, TOR oder einer anderen Regel — wird automatisch eine eindeutige Vorfall-ID generiert. Diese ID ist eine alphanumerische Kennung, mit der Sie den Blockierungsvorgang genau im Vorfallsprotokoll lokalisieren können.

🔑 Warum sind Vorfall-IDs wichtig? Wenn ein Benutzer meldet "Ich wurde mit der ID X blockiert", kann der Administrator diese ID suchen und genau sehen, welche Anfrage blockiert wurde, von welcher IP, zu welcher Zeit und durch welche Regel. Dies beschleunigt die Analyse von Fehlalarmen und die Reaktion auf Vorfälle erheblich.

📋 Daten, die jeder Vorfall enthält

  • Vorfall-ID: Eindeutige Kennung der Blockierung.
  • IP-Adresse: IP, von der die blockierte Anfrage stammt.
  • Angriffsart: Blockierungskategorie (SQLi, XSS, LFI, Geo, Blacklist, usw.).
  • Grund: Detaillierter Grund für die Blockierung (erkannte Nutzlast, ausgelöste Regel usw.).
  • URI: Die vollständige URL, die blockiert wurde.
  • User Agent: Der Browser oder HTTP-Client, der die Anfrage gestellt hat.
  • Datum: Genaues Datum und Uhrzeit der Blockierung.

🗂️ Vorfallskategorien & Filter

Nicht jede Blockierung ist gleich, und nicht jeder Administrator möchte denselben Detailgrad sehen. Deshalb gruppiert SeenSecure jede Blockierung in eine von fünf Kategorien und lässt Sie entscheiden, welche einen vollständigen Vorfall erzeugen sollen (mit IP, Benutzer, Grund und Datum in der Tabelle gespeichert) und welche nur im allgemeinen Datenverkehrsprotokoll verbleiben sollen, ohne Platz in Ihrer Vorfallsliste zu beanspruchen.

💡 Praktisches Beispiel: Wenn Ihre Website viel Datenverkehr von harmlosen Bots erhält, die die Firewall bereits routinemäßig blockiert, können Sie die Kategorie "Firewall" deaktivieren, damit Ihre Vorfallstabelle nicht mit Rauschen "überflutet" wird — während Sie "Login" aktiviert lassen, um weiterhin jeden Brute-Force-Versuch gegen Ihre Benutzer im Detail zu sehen, da diese eine manuelle Überprüfung verdienen.

🔑 Login (Brute-Force)

Wiederholte fehlgeschlagene Passwortversuche gegen denselben Benutzer. Enthält den Namen des angegriffenen Kontos, nützlich um den Administrator zu warnen, welche Konten aktiv angegriffen werden.

🚦 Rate-Limiting

Blockierungen aufgrund zu vieler Anfragen in kurzer Zeit, sei es von einem authentifizierten Benutzer oder einer anonymen IP. Kennzeichnet Clients oder Bots, die Ihren Server mit zu vielen Anfragen überlasten.

🌊 Flood-Ereignisse

Wird protokolliert, wenn Ihre Website den Widerstandsmodus gegen massiven Datenverkehr betritt oder verlässt — ein Ereignis pro Übergang, niemals eines pro einzelner Anfrage, damit die Tabelle bei einem echten Verkehrsspitzenwert nicht überlastet wird.

🚨 Eskalation / Markierte IP

Wiederholungstäter-IPs, die in mehreren Wellen angreifen und für Stunden blockiert werden, oder die bereits als blockiert markiert waren. Diese Kategorie signalisiert am besten einen hartnäckigen Angreifer statt eines isolierten Versuchs.

🛡️ Firewall (übrige Schutzmaßnahmen)

Der "Sammeltopf": Angriffe, die durch die übrigen Firewall-Regeln blockiert werden, wie Anti-Injection (SQLi/XSS), Sicherheitsheader, Geo-Blocking, TOR-Ausgangsknoten, IPs auf der Blacklist oder erkannte Bots. Meist die Kategorie mit dem höchsten Volumen.

🔎 Schnellfilter in der Tabelle

Neben der Suche nach exakter ID enthält die Vorfallstabelle Schnellfilter-Schaltflächen, damit Sie nicht alle 50 Datensätze einzeln durchsehen müssen: Alle (ungefiltert), Benutzer (zeigt nur Vorfälle mit zugeordnetem Benutzernamen, ideal um Angriffe gegen bestimmte Konten zu erkennen), Login (nur Brute-Force-Blockierungen) und Ereignisse (nur Flood-Modus-Übergänge). Sie können auch einen Benutzernamen in das Suchfeld der Tabelle eingeben, um nur die Vorfälle dieses Kontos zu sehen — sehr nützlich, wenn ein Benutzer wiederholte Anmeldeprobleme meldet und Sie dessen vollständigen Verlauf ohne Rauschen von anderen Konten überprüfen möchten.

📊 Vorfallsstatistiken

Das Statistikpanel gibt Ihnen einen schnellen Überblick über den Sicherheitsstatus Ihrer Website. Es wird in Echtzeit aktualisiert und zeigt die gesammelten Daten seit der Installation von SeenSecure an.

Vorfälle gesamt

Was es bedeutet: Die Gesamtzahl der blockierten Anfragen seit Aktivierung der Firewall. Eine hohe Zahl weist nicht unbedingt auf ein Problem hin — sie kann bedeuten, dass die Firewall ihre Arbeit gut macht. Ein plötzlicher Anstieg kann jedoch auf einen laufenden Angriff hindeuten.

Heutige Vorfälle

Was es bedeutet: Blockierungen der letzten 24 Stunden. Nützlich, um aktuelle Spitzen bösartiger Aktivitäten zu erkennen. Wenn Sie eine ungewöhnlich hohe Zahl sehen, überprüfen Sie die Vorfallstabelle, um das Muster zu identifizieren.

Einzigartige blockierte IPs

Was es bedeutet: Anzahl der verschiedenen IP-Adressen, die mindestens einmal blockiert wurden. Wenn diese Zahl viel niedriger ist als die Gesamtzahl der Vorfälle, bedeutet dies, dass es wiederholte Angreifer-IPs gibt, die wiederholt angreifen.

💡 Interpretation: Nutzen Sie Statistiken, um Trends zu bewerten. Wenn die heutigen Vorfälle mehrere Tage lang konstant hoch sind, sollten Sie Ihre Geoblocking- oder Rate-Limiting-Konfiguration überprüfen.

📋 Tabelle der letzten Vorfälle

Die Tabelle zeigt die letzten 50 aufgezeichneten Vorfälle, sortiert vom neuesten zum ältesten. Jede Zeile stellt eine Blockierung mit allen verfügbaren Informationen dar, damit Sie Angriffsmuster analysieren können.

📌 Tabellenspalten

  • ID: Eindeutige Vorfallskennung. Klicken Sie für vollständige Details.
  • IP: IP-Adresse des blockierten Angreifers oder Anforderers.
  • Typ: Angriffskategorie (SQLi, XSS, LFI, RFI, Geo, Rate Limit usw.).
  • Grund: Detaillierte Beschreibung, warum die Anfrage blockiert wurde.
  • URI: Die genaue URL, die blockiert wurde.
  • User Agent: HTTP-Client-Identifikation.
  • Datum: Genaue Zeit der Blockierung.

🔎 Angriffsmuster erkennen

Gleiche IP, gleicher Typ

Eine IP, die mehrere Vorfälle desselben Typs (z.B. SQLi) generiert, deutet auf einen gezielten automatisierten Angriff hin. Erwägen Sie, diese IP dauerhaft zu blockieren.

Gleiche URI, mehrere IPs

Viele verschiedene IPs, die dieselbe URL angreifen, deuten auf einen verteilten Angriff (DDoS) oder Massenscan hin. Aktivieren Sie Rate Limiting, falls noch nicht geschehen.

Mehrere Typen, gleiche IP

Ein Angreifer testet verschiedene Vektoren (SQLi, XSS, LFI) gegen Ihre Website. Zeichen eines erfahrenen Angreifers. Blockieren Sie die IP und überwachen Sie.

⚡ Verwendung bei Sicherheitsaudits: Die Vorfallstabelle eignet sich ideal für regelmäßige Audits. Überprüfen Sie wöchentlich die Angriffsmuster, um die Firewall-Einstellungen anzupassen und die Sicherheitslage zu verbessern.

🗑️ Alle Vorfälle löschen

Die Schaltfläche 🗑️ Vaciar Lista (im Plugin aktuell nur auf Spanisch verfügbar) entfernt alle Vorfallsdatensätze aus der Datenbank. Dieser Vorgang ist sicher: Er löscht nur historische Aufzeichnungen und beeinträchtigt weder den Firewall-Betrieb noch aktive Regeln.

⚠️ Bestätigung erforderlich: Wenn Sie auf "Vaciar Lista" klicken, erscheint ein Bestätigungsdialog. Dies verhindert versehentliches Löschen. Gelöschte Daten können nicht wiederhergestellt werden.

Wann sollten Sie Vorfälle löschen?

  • Vor einem Audit: Um mit einer sauberen Liste zu beginnen und neue Vorfälle genau zu messen.
  • Nach einem Massenangriff: Nach der Analyse und Eindämmung hilft das Löschen, neue Bedrohungen ohne historisches Rauschen zu erkennen.
  • Regelmäßig: Einige Administratoren ziehen es vor, den Verlauf monatlich zu bereinigen. Die Firewall funktioniert normal weiter.
🔄 Vorfälle werden weiterhin protokolliert: Das Löschen von Vorfällen deaktiviert die Protokollierung nicht. Die Firewall generiert weiterhin neue Vorfall-IDs für jede zukünftige Blockierung.

🧹 Automatische Bereinigung vs. manuelles Löschen

Neben der Schaltfläche "Vaciar Lista" (spanisch für "Liste leeren"; die alles auf einmal löscht) bereinigt SeenSecure regelmäßig die ältesten Vorfälle, damit die Tabelle nicht unbegrenzt wächst oder Ihr Admin-Panel verlangsamt. Daneben finden Sie die Schaltfläche "Podar >30 días" ("Über 30 Tage bereinigen"), die nur Datensätze löscht, die älter als dieses Aufbewahrungsfenster sind, und aktuelle unangetastet lässt — anders als "Vaciar Lista", das unabhängig vom Datum absolut alles entfernt.

⭐ Unterschied zwischen den Plänen: im FREE-Plan beträgt das standardmäßige Aufbewahrungsfenster 30 Tage. Mit SeenSecure PRO erweitert sich dieses Fenster auf bis zu 365 Tage, sodass Sie ein ganzes Jahr an Vorfallshistorie aufbewahren und analysieren können — nützlich für Jahresaudits, um saisonale Angriffsmuster zu erkennen oder Sicherheitsentscheidungen gegenüber Kunden oder Prüfern zu begründen.